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Eine Studie von 2011 fand heraus, dass in Deutschland sehr häufig mit Bargeld bezahlt werde (79%) im Vergleich dazu liegt Frankreich bei 56%. Doch die Verbraucher rücken immer schneller von dieser Vorliebe des Bargeldzahlens ab – hier hat die Digitalisierung ihre Finger im Spiel.

Außerdem liegt es daran, dass es immer mehr Alternativen zum Bargeldzahlen gibt, neben der Zahlung mit den “klassischen” Girokarten, gibt es auch noch digitale Zahlungsmöglichkeiten wie Apple Pay oder Google Pay. Ebenfalls finden die Deutschen, dass es einfacher ist, einfach eine Karte an ein Lesegerät zu halten (welches durch das kontaktlose Zahlen möglich wurde), als den Geldbeutel nach Bargeld zu durchsuchen.

Die Daten der Bundesbank von 2014 zeigen, dass Verbraucher immer mehr zur Karte oder dem mobilen Endgerät greifen – 5,3 Millionen elektronische Bezahlvorgänge waren es 2018.

Anfangs war die Nutzung von Girokarten, insbesondere bei kleinen Beträgen, noch nicht so verbreitet. Doch immer mehr Menschen setzen nun auch bei kleineren Beträgen auf die Karte oder das Handy. “Für Verbraucher steht das Bedürfnis nach Einfachheit und Bequemlichkeit im Vordergrund”, argumentiert Wirecard-Produktchefin Steidl. “Auch deshalb wird künftig sehr viel mehr über das Smartphone bezahlt.” (Quelle: www.absatzwirtschaft.de)

Bis das Bargeld gänzlich abgeschafft wird, wird es noch dauern. Doch der erste Schritt wurde schon getan, als im April 2019 die letzten 500€ Scheine ausgegeben wurden. Zu diesem Schritt sagen aber die Banken, dass es keiner ist, um das Bargeld abzuschaffen, sondern es läge daran, dass dieser Schein so selten verwendet würde. (Quelle: www.welt.de)

Passend dazu, ergaben neue Erkenntnisse der Bundesbank, dass immer mehr junge Menschen ihr Bargeld zuhause bunkern, es jedoch aber nicht ausgeben. Viele wollen unabhängig von der Bank sein, und auch nicht offenlegen, für was sie ihr Geld ausgeben. Dies ist außerdem ein Grund dafür, warum das Bargeld (vorerst) nicht abgeschafft werden soll – einige Deutschen fürchten, dass sie dann mehr überwacht werden könnten. Andere machen es einfach ihren Eltern nach, die Geld zuhause zwischen Buchseiten oder unter dem Kopfkissen gehortet haben. Denn Gewohnheiten gibt man nicht so schnell auf.

Beitrag: Kira Schmidberger